Mi. Jun 12th, 2024

In den letzten Jahren ist die Anzahl der muslimischen Gläubigen in Deutschland auf rund 5,5 Millionen gestiegen, was ca. 6,6 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Viele der Gläubigen in Deutschland haben einen türkischen Migrationshintergrund. Weitere Herkunftsregionen sind in Arabien, Südosteuropa und Mittelost zu finden. Der sunnitischen Glaubensrichtung gehören die meisten der Muslime in Deutschland an.

Eines der wichtigsten und bedeutenden Feste der Muslime ist das Zuckerfest, das Eid al-Fitr genannt wird. Das Zuckerfest ist das Ende des Fastenmonats Ramadan. Im Ramadan fasten die Gläubigen jeden Tag vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und verzichten dabei auf Essen, Trinken und weltliche Genüsse. Dank und Freude sind mit dem Zuckerfest verbunden. Die Gläubigen danken Allah für Kraft und Gnade, der er den Fastenden im Ramadan geschenkt hat.

Den Anfang des Zuckerfestes bilden gemeinsame Gebete in den Moscheen oder auf freien Plätzen. Die Gläubigen tragen ihre schönsten Kleider und verzieren ihre Häuser. Am Ende der Gebete umarmen sich die Gläubigen und wünschen sich „Eid Mubarak“, was gesegnetes Fest bedeutet.

Im Anschluss werden Freunde und Verwandte besucht, Geschenke werden getauscht, gemeinsam werden Süßigkeiten und Spezialtäten gegessen. Geld und Spielzeug gibt es von den Ältesten für die Kinder. Der Tag soll auch ein Tag der Nächstenliebe sein. Und so spenden an diesem Tag Muslime den Armen und Bedürftigen Gaben.

Je nach Region kann das Zuckerfest ein bis drei Tage dauern. Die Familie und die Gemeinschaft sollen gestärkt werden, Allah gedankt für seine Barmherzigkeit. Insgesamt ist das Zuckerfest für Muslime die Möglichkeit Harmonie, Liebe und Frieden auszudrücken.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Von Christian